Raumklima verbessern für mehr Gesundheit

Zum Leben braucht der Mensch Wasser, Nahrungsmittel und Luft. Doch oftmals ist es um die Qualität unserer Umgebungsluft nicht gut bestellt. Es gibt viele Faktoren, die unser Raumklima beeinflussen. Staub, Schimmelsporen, Aerosole sind wie Allergene nur einige davon. Die meisten Bestandteile unserer Luft können wir weder sehen, riechen noch schmecken. Wie du weißt, ist das ganz normal. Über offene Fenster, durch Haustiere oder auf unseren Kleidern finden all jene Partikel den Weg direkt in unsere Wohnräume. Mach dich deshalb schlau und nutze das Ratgeberwissen von Leifheit. Es kann dir helfen, ein Gefühl zu entwickeln, was ein gesundes Raumklima ausmacht, gleichzeitig lernst du, welche Faktoren es beeinflussen. Mach dich schlau!

Wie kommt belastete Raumluft zustande?

Schadstoffe sowie Gerüche oder Gase belasten die Luft vor allem in geschlossenen Räumen. Auch eine steigende Kohlendioxid-Konzentration ist ein Maß für verbrauchte Raumluft bzw. schlechte Luftqualität. Wenn du in deinem Zuhause gesund leben möchtest, ist es daher wichtig, den Belastungsgrad der Luft niedrig zu halten. Denn in zu hoher Konzentration kann verunreinigte Raumluft nicht nur bei Allergikern zu Gesundheitsschäden führen.


Tipp: Ein Luftreiniger hilft dir in jedem Fall, die Luft im Zimmer zu verbessern: Er saugt die Raumluft über einen Ventilator an, filtert sie und gibt sie wieder in den Raum ab. Vieles, was die Luft verunreinigt, bleibt dabei im integrierten Filtersystem hängen. Das Ergebnis ist eine deutlich entlastete Luft. Weil hochwertige Luftreiniger auch schlechte Gerüche und Gase aus der Umgebungsluft filtern, verbessern jene Geräte das Raumklima auch in deiner Wohnung und steigern so dein Wohlbefinden.


Definition: Raumklima und wovon es beeinflusst wird

Die meiste Zeit deines Lebens verbringst du wie viele Menschen in geschlossenen Innenräumen. Gemeint sind deine Wohnräume, dein Arbeitsplatz, Hotels, Supermärkte sowie Theater und Schulen. Die jeweilige Qualität des Raumklimas hat dabei immer direkten Einfluss auf deine Gesundheit. Doch was ist eigentlich mit dem Begriff „Raumklima“ gemeint und wie kannst du es selbst beeinflussen? Laut Experten umfasst das Raumklima per Definition viele Komponenten. Es beschreibt dabei alle Faktoren, die in geschlossenen Räumen Einfluss auf deine Gesundheit haben. Folgendes zählt dazu:

  • Raumtemperatur
  • Raumfeuchtigkeit
  • Luftqualität
  • Beleuchtung

Tipp: Für dich spürbar sind vor allem Zimmertemperatur und Luftfeuchtigkeit. Sind beide Faktoren im Normbereich, fühlst du dich wohl und entspannt. Weitere Merkmale beispielsweise die Luftqualität, die durch Schadstoffe und Co. oder durch Geruchsbelästigung abnimmt, beeinflussen das Raumklima ebenfalls. Selbst durch Beleuchtung kann die Qualität des Raumklimas abnehmen. Gemeint ist hier künstliches Licht mit unterschiedlichen Farbtemperaturen. Letztere wirken auf dich unangenehmer als natürliches Tageslicht, das den Raum erhellt.


Raumklima und seine Bedeutung für den Menschen

Im digitalen Zeitalter halten sich Menschen vergleichsweise häufig in geschlossenen Räumen auf. Noch vor 100 Jahren arbeiteten deine Vorfahren mehr im Freien. Seither beschäftigt sich die Wissenschaft intensiv mit der Frage, was ein gesundes Raumklima ausmacht. Genauso wichtig ist es in diesem Zusammenhang herauszufinden, wie du für dich in den eigenen vier Wänden ein solches herstellst. Offensichtlich sind es Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität, an deren Stellschrauben du drehen musst, um zu jeder Jahreszeit gut in deiner Wohnung zu schlafen oder konzentriert arbeiten zu können.


Tipp: Laut Experten liegen die optimalen Werte zum Beispiel für Temperatur und Feuchtigkeit in deinen Wohnräumen etwas niedriger als in Keller, Küche und Bad. Behalte sie im Auge, so kannst du mit Sicherheit die Qualität deiner Raumluft verbessern.


Die optimale Luftfeuchtigkeit

Willst du die Luftfeuchtigkeit deiner Wohnung messen, gelingt das am besten mit einem modernen Hygrometer. Zu hohe oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit wirkt sich stets negativ auf das Raumklima und somit auf deine Gesundheit aus. Sogar die Bausubstanz deines Hauses kann darunter leiden. Denn sammelt sich beispielsweise Kondenswasser an kalten Stellen im Raum, führt das langfristig zu Schimmel. Das solltest du deshalb wissen:

  • In Wohnräumen liegt die ideale Luftfeuchtigkeit bei 40-60 %: gemeint sind Wohnzimmer, Gästezimmer und Kinderzimmer sowie das Homeoffice.
  • In Bad und Küche entwickelt sich durchs Duschen bzw. Kochen überdurchschnittlich viel Wasserdampf, hier solltest du regelmäßig kontrollieren, ob die empfohlene Luftfeuchtigkeit von 50-70 % vorliegt.

Tipp: Für ein gesundes Raumklima sollte die Luft weder zu feucht noch zu trocken sein. Als ideal gilt eine sogenannte relative Luftfeuchte von 30 bis 60 %. Das gilt für Neubauten mit hohem Wärmeschutz genauso wie für Altbauten. Der Gesundheit zuliebe lohnt es sich, das Raumklima bzw. die Luftfeuchtigkeit zu verbessern. Doch Vorsicht: Zu viel Feuchtigkeit in der Raumluft begünstigt Bauschäden wie Schimmelbildung. Auch Hausstaubmilben fühlen sich dort wohl und setzen dir zu, falls du Allergiker bist. Gegen Feuchte und Allergien helfen moderne Lüftungstechnologien sowie Luftreiniger. Regelmäßiges Heizen und korrektes Lüften sind ebenso wichtig, um z. B. gesund und fit durch den Winter zu kommen.


Die optimale Temperatur

Die optimale Temperatur ist individuell verschieden und hängt in den eigenen vier Wänden auch von der Nutzung des jeweiligen Wohnraums ab.

  • In Wohn- und Arbeitsräumen sind etwa um die 20 °C optimal
  • Im Schlafzimmer dagegen genügen 16 °C – 18 °C
  • Kinder fühlen sich bei 20 °C – 22 °C im Kinderzimmer am wohlsten
  • Im Badezimmer können es auch gern 23 °C sein

Wie beeinflusst du aber deine Raumtemperatur am einfachsten? Das ist leicht, wenn du die Raumtemperatur als zu niedrig empfindest. In diesem Fall drehst du das Heizthermostat auf. Ist sie dir jedoch zu hoch, wird es schwierig. Folgendes lässt sich tun:

  • Eine Klimaanlage sorgt in deiner Wohnung für angenehme Temperaturen und kann Raumtemperaturen jederzeit an deine Bedürfnisse anpassen.
  • Auch Ventilatoren können bei Hitze zu deiner Abkühlung beitragen, senken die Raumtemperatur jedoch nicht.
  • Ein effektives Mittel, um einen Raum abzukühlen, bietet der Einsatz von außenliegenden Rollläden. Sie sind hervorragende Helfer und perfekt als Hitze- und als Kälteschutz verwendbar.
  • Ist die Anbringung von Rollläden an der Fassade nicht möglich, können auch innenliegende Rollos, Jalousien oder Vorhänge das Aufheizen der Räume verlangsamen.

Wenn zu viel CO2 die Luft belastet

Zu viel Kohlendioxid in der Luft ist ein Indikator für ein Zuviel an Gerüchen und Schadstoffen. Ist das Luftklima solchermaßen beeinträchtigt, leidest du schnell unter Kopfschmerzen, Konzentrationsschwächen und Schlafstörungen. Dagegen hilft nur eines: Stoßlüften bei weit geöffneten Fenstern! In der Außenluft ist in diesem Fall deutlich weniger CO2 enthalten als in deiner Wohnung. Mit einem zehnminütigen Querlüften sorgst du für Austausch der Luftqualitäten und reduzierst relativ schnell die CO2-Konzentration im Raum. Wenn du anschließend noch einen leistungsstarken Luftreiniger aktivierst, kannst du in kurzer Zeit wieder eine saubere und gesunde Raumluft genießen.


Tipp: Die Filtertechnik eines Luftreinigers in Kombination mit der richtigen Lüft-Technik kann die Raumluft verbessern sowie den Geruch durch Emissionen beseitigen, die durch flüchtige organische Komponenten die Raumluft belasten. Sie kommen manchmal zustande durch:

  • Möbel
  • Farben
  • Bodenbeläge
  • Reinigungsmittel
  • Baumaterialien

Feinstaub und seine Auswirkung auf die Luft

In einem gesunden Raumklima darf auch die Konzentration von Feinstaub nicht zu hoch sein. Der Staub kann über die Atemwege in deine Lunge geraten und dort zu Atemwegserkrankungen bis hin zu Asthma führen. Deshalb gelten für ein gesundes Raumklima europaweit eingeführte strenge Grenzwerte. Aus welchen Quellen stammt Feinstaub im Alltag? Hier einige Beispiele:

  • Straßenverkehr
  • Industrie
  • Landwirtschaft
  • Offene Feuerstellen wie offene Kamine in Wohnungen
  • Reinigungsvorgänge

Tipp: Gegen Feinstaub hilft regelmäßiges Lüften, sofern die Umgebung dies zulässt. Aber auch der Einsatz von Luftreinigern mit hochwertigen Filtersystemen hilft, jene winzigen Partikel aus der Raumluft zu beseitigen, und trägt somit zu einem gesünderen Raumklima bei.


Wie können Pflanzen das Raumklima verbessern?

Ein gutes Raumklima zu schaffen, ist scheinbar gar nicht so schwer. Wie du nun weißt, sind hauptsächlich Faktoren wie Luftqualität, Temperatur und Luftfeuchtigkeit dafür relevant. Herrscht hier eine Balance, ist das Raumklima gut und du kannst gesund wohnen und bleibst fit. Hast du aber gewusst, dass auch Pflanzen zur Verbesserung des Raumklimas eine wichtige Rolle spielen? Es ist wissenschaftlich belegt, dass sie tatsächlich dazu beitragen können, die Qualität des Raumklimas zu steigern. Pflanzen im Haus wirken also nicht nur beruhigend und sehen gut aus, sondern können die Luft sogar von Schadstoffen befreien. Sie sind talentierte Luftbefeuchter, die auch den Sauerstoff im Raum erhöhen. Insofern wirken Pflanzen wie natürliche Luftreiniger, die in Bezug auf Schadstoffverwertung echte Wunder leisten. Folgende großblättrige Pflanzen beeinflussen dein Raumklima besonders gut:

  • Ficus Benjamin
  • Zimmerlinde
  • Nestfarn
  • Grünlilie
  • Monstera
  • Zyperngras
  • Drachenbaum

Tipp: Das Raumklima verbessern im Schlafzimmer gelingt am besten mit Bogenhanf, echter Aloe Vera oder Orchideen. Sie nehmen das Kohlendioxid, das beim Schlafen entsteht, besonders nachhaltig auf und wandeln es in gesunden Sauerstoff.