Sauber, keimfrei, umweltschonend: Tipps & Haushaltsmittel zum Putzen ohne Chemie

Wenn es ans Putzen geht, legst du vor allem im Bad, in der Küche und bei den Böden Wert auf eine keimfreie Reinigung? Gleichzeitig greifst du allerdings ungern zu Putzmitteln, die auf der Rückseite eine umfassende Litanei an chemischen Inhaltsstoffen aufweisen? Zum Glück gelingt eine gründliche Reinigung auch mit umweltschonenden, natürlichen Mitteln. Mach dich schlau, mit welchen Reinigern dir das Putzen ohne Chemie einwandfrei gelingt.



1. Der Klassiker: Kalk entfernen mit Zitrone oder Essig

Bei der Frage, wie du das Putzen ohne Chemie wirkungsvoll umsetzen kannst, kommen dir sicherlich die bekanntesten Haushaltsreiniger Zitronen- oder Essigsäure in den Sinn. An sämtlichen Ecken, die mit Wasser aus der Leitung in Berührung kommen, sammeln sich Kalkablagerungen. Diese kommen hauptsächlich an folgenden Stellen vor:

  • An den Wasserhähnen, Abflüssen und Armaturen der Waschbecken, der Badewanne und der Dusche im Bad.
  • Auf den Fliesen in der Dusche.
  • Am Wasserhahn und entlang dem Spülbecken in der Küche.

Bei besonders kalkhaltigem Wasser erscheinen diese weißen Ablagerungen als so hartnäckig, dass eine Reinigung ohne Chemie nur wenig hilft. Aber mit den natürlichen Haushaltsmitteln Zitrone oder Essig beseitigst du den Kalk sowohl in der Küche als auch im Bad. Das Vorgehen und die Anwendung sind denkbar einfach:

  • Nimm eine leere Sprühflasche zur Hand.
  • Gib entweder den Essig oder Zitronensaft in das Gefäß.
  • Denk daran: Je nachdem, für welches Reinigungsmittel du dich entscheidest, musst du dieses auch verdünnen. Nimmst du Zitronensaft oder Essigessenz aus dem Supermarkt, die auch zum Verzehr geeignet sind, musst du diese nicht verdünnen. Kaufst du jedoch konzentrierte Zitronen- oder Essigsäure, solltest du die Hinweise beachten und die Säure mit Wasser verdünnen.
  • Sprühe die verkalkten Stellen im Bad oder in der Küche mit dem natürlichen Putzmittel ein, lass den Reiniger einen Moment einwirken und wische die Kalkflecken mit einem feuchten Wischbezug ab.
  • Kalkflecken am Boden entfernst du ebenfalls mit diesem umweltschonenden Putzmittel, ganz ohne Chemie. Wische den Fliesenspiegel hinterher noch einmal mit einem Saugwischer und freue dich über hygienische und fleckenfreie Sauberkeit.

Unser Tipp:

Kalk im Wasser sammelt sich an den Armaturen, Wasserhähnen und Fliesen an. Je länger du den Kalk auf den Oberflächen lässt, desto stärker werden die Kalkränder. Dies kannst du verhindern, indem du die Armaturen in der Dusche oder den Wasserhahn am Wasch- oder Spülbecken immer direkt abtrocknest, sobald diese mit Wasser in Berührung kommen.




2. Spülen ohne Chemie: Fett lösen mit Kernseife

Gerade in der Küche macht sich Fett als hartnäckige Verunreinigung bemerkbar, bei der das Putzen ohne Chemie kaum möglich erscheint. Aber auch um Fett zu lösen kannst du zu einem umweltfreundlichen Putzmittel ganz ohne chemische Zusätze greifen. Die Lösung ist in diesem Fall das klassische Hausmittel, die Kernseife.

  • Vereinfacht gesagt entsteht Kernseife aus einer Verbindung aus Fetten oder Pflanzenölen mit Natronlauge.
  • Die Kernseife bringt fettlösende Eigenschaften mit.
  • Lass dein Waschbecken zum Spülen wie immer mit Wasser volllaufen. Anstatt Spülmittel schäumst du das Stück Kernseife in deiner Hand auf und gibst den Schaum in das Wasser oder du kratzt mit einem Messer einige Späne von dem Seifenstück ab, sodass sich diese im Wasser auflösen.
  • In diesem Seifenwasser löst sich das Fett problemlos von Pfannen, Tellern und Besteck.

Besonders, wenn du häufig Gerichte in der Pfanne in Fett anbrätst, hast du Fettspritzer entlang des Herdes, aber auch an der Dunstabzugshaube, an der Wand und am Boden findest du Fettablagerungen. Wie schnell passiert es, dass beim Braten oder Einkochen etwas daneben geht und der Küchenboden ebenfalls voll Fett und Fruchtspritzern ist. Auch diese Oberflächen kannst du mit Kernseife und Wasser umweltfreundlich reinigen.

  • Nimm ein Stück Kernseife und einen Putzeimer zur Hand.
  • Schabe mit einem Messer einige Späne vom Seifenstück in den Eimer.
  • Fülle den Eimer mit warmem Wasser auf, sodass sich die Seifenspäne auflösen.

Mit diesem natürlichen Reiniger gelingt dir das Putzen ohne Chemie auch in der Küche, sowohl für die Kochutensilien, den Herd als auch für den Boden.



3. Saubere und keimfreie Fußböden durch heißen Wasserdampf

Abgesehen von den bisher behandelten Putzmöglichkeiten ohne Chemie suchst du nach einem nützlichen Reinigungsgerät, mit dem du deine Böden ebenfalls ohne synthetische Zusätze putzen kannst? Entdecke hierfür zum Beispiel die Vorzüge eines Dampfreinigers:

  • Dieses Putzgerät reinigt ausschließlich mit heißem Wasserdampf und ohne Chemie.
  • Egal ob du Boden aus Stein, Fliesen oder Laminat reinigen möchtest: Ein Dampfreiniger eignet sich für die unterschiedlichsten Beläge.
  • Dieses chemiefreie Putzgerät ist ideal, um Teppiche bzw. Teppichböden aufzufrischen.

Unser Tipp:

Profitiere beispielsweise von dem umweltfreundlichen Dampfreiniger CleanTenso Power und setzte ihn zum Putzen ohne Chemie ein. So sparst du Zeit und Krafteinsatz, denn mit seiner Hilfe musst du keinen Eimer mehr mit dir herumtragen.




4. Verkrustungen und Fugen mit Natron reinigen

In unserer Zutatenliste für das Putzen ohne Chemie sollte auch das natürliche Reinigungsmittel Natron nicht fehlen. Dieses weiße Pulver natürlichen Ursprungs erhältst du problemlos in jedem Super- oder Drogeriemarkt, es ist günstig zu erwerben und an sich auch noch umweltfreundlich verpackt. Wenn du rein mit Natron putzen möchtest, kannst du folgendermaßen vorgehen:

  • Hole dir eine kleine Schüssel zur Hand.
  • Mische in dieser Natronpulver und warmes Wasser im Verhältnis 1:1, d.h. zu gleichen Teilen Wasser wie Natron.
  • Verrühre beides, bis eine cremige Konsistenz entsteht.
  • Nimm einen Putzlappen oder eine Bürste zur Hand, tauche die Spitze in das Reinigungsmittel ohne Chemie und schrubbe den Schmutz einfach weg.

Klingt in der Theorie einfach und ist es auch in der praktischen Umsetzung. Doch für welche Arten der Verunreinigung ist dieses Putzmittel geeignet?

  • Mit der Natron-Wasser-Verbindung entfernst du eingetrocknete oder eingebrannte Speisereste von Backblechen oder Kochtöpfen.
  • Du möchtest Teekannen oder Blumenvasen mit verkrusteten Rändern wiederverwenden? Gib einfach einen Teelöffel Natron in das Gefäß, fülle es mit warmem Wasser bis über den eingetrockneten Rand und lass die Flüssigkeit so lange stehen, bis sich die Ränder einfach mit einer Bürste oder einem Schwamm lösen.
  • Mit dem Putzmittel aus Natron und Wasser entfernst du ebenfalls ohne Chemie eingebrannte Verschmutzungen aus dem Backofen.
  • Du brauchst auch nicht unbedingt einen Dampfreiniger, wenn du verschmutze Fugen in der Küche oder im Bad reinigen willst. Verwende am besten eine Zahnbürste oder eine andere dünne Bürste. Tauche den Bürstenkopf in das vorbereitete Natron-Putzmittel und fahre an den Fugen der Wände und des Bodens entlang.

Hinweis:

Möchtest du mit Natron umweltfreundlich Putzen, kannst du dieses Pulver in reiner Form kaufen. Hast du gerade kein Natron im Vorratsschrank, nimm ersatzweise Backpulver. Natron ist nämlich eine feste Komponente im Backpulver, daher kannst du mit beiden Zutaten die gleiche, reinigende Wirkung erzielen.




5. Flecken entfernen durch Gallseife

Neben glatten Oberflächen bzw. Böden hast du in deiner Wohnung oder in deinem Haus möglicherweise auch den ein oder anderen Teppich zu pflegen. Entweder ist das Zimmer vollständig mit Teppichboden ausgelegt oder du hast auf dem Holzboden bzw. den Fliesen im Wohnzimmer und Flur Teppiche für ein warmes Laufgefühl liegen. Doch wie leicht passiert es bei textilen Böden, dass diese beschmutzt werden. Typische Flecken auf Teppichen entstehen durch Getränke wie Rotwein sowie Kaffee oder wenn bei Mahlzeiten etwas auf dem Boden landet – eine rote Tomatensoße wäre hier das Paradebeispiel. Doch wie kannst du das Putzen ohne Chemie bei der Behandlung von Teppichen bzw. Textilien umsetzen? Die Empfehlung: Verwende einfach handelsübliche Gallseife.

  • Zuerst musst du das Stück Gallseife mit Wasser anfeuchten, sodass sich diese aufschäumen lässt.
  • Verwende zur Teppichreinigung mit Gallseife zudem einen nassen Lappen.
  • Reibe die angefeuchtete Gallseife über das Putztuch, sodass der Lappen das ökologische Reinigungsmittel aufnimmt.
  • Streiche danach über die verunreinigte Stelle auf dem Teppich bzw. dem Teppichboden, bis die Flecken kontinuierlich heller werden.

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