Wäsche richtig sortieren: So funktioniert es

Wäschestücke in die Waschmaschine geben, Waschmittel hinzufügen und auf Start drücken – ganz so einfach funktioniert das Waschen leider nicht. Denn wer böse Überraschungen vermeiden möchte, der muss seine Wäsche zunächst richtig sortieren, bevor er mit dem Waschen loslegen kann. Andernfalls kann es zu unschönen Verfärbungen kommen oder Kleidungsstücke können einlaufen. Doch wie genau muss die Wäsche getrennt werden, damit nichts schief geht? Das verraten wir dir selbstverständlich gerne:

So trennst du deine Wäsche

Eingelaufene Kleidungsstücke, aus der Form geratene Textilien oder verfärbte Stoffe – all das kann passieren, wenn du die Wäsche nicht richtig sortierst. Das ist ärgerlich und muss nicht sein. Denn mit ein paar wenigen Tipps lassen sich solche unschönen Ergebnisse vermeiden. Grundsätzlich ist es das A und O, die Wäsche richtig vorzusortieren. Nur so kannst du Hosen, Pullover, Handtücher und Co. entsprechend der jeweiligen Anforderungen waschen. Das Sortieren schont das Material und sorgt dafür, dass deine Textilien lange wie neu aussehen. Doch wie genau solltest du deine Wäsche trennen? Wir zeigen dir, wie du deine Wäscheberge unter Kontrolle bekommst und dem Waschchaos ein Ende bereitest. Gehe dafür einfach wie folgt vor:

Nach Textilart sortieren:
Nicht alle Stoffe sind gleich: Naturfasern benötigen eine andere Pflege als Mischgewebe oder Kunstfasern. Insbesondere feine, glänzende Materialien wie Seide brauchen besondere Aufmerksamkeit beim Waschen. Grobe, feste Stoffe sind hingegen pflegeleichter. Deshalb gilt es, die Wäsche zunächst nach der Textilart zu sortieren. Weiche, flauschige Materialien gehören zur Feinwäsche, da ihre Fasern durch die Reibung in der Maschine zerstört werden können. Robuste Textilien können hingegen auch bei höheren Temperaturen in die Waschmaschine. So gibt bereits die Beschaffenheit der einzelnen Wäschestücke vor, unter welchen Bedingungen sie gewaschen werden dürfen.

Tipp: Besonders empfindliche Teile wie BHs, Kleidung mit Spitze oder Textilen aus Seide solltest du in speziellen Netzen wie den Wäschenetzen im 3er-Set von Leifheit waschen. Diese schützen sensible Stoffe in der Waschmaschine.

Nach Waschtemperatur trennen:
In einem nächsten Schritt sortiere deine Schmutzwäsche nach der Waschtemperatur. Denn wird diese versehentlich zu heiß gewaschen, so können einzelne Teile einlaufen oder aus der Form geraten. Bei welcher Temperatur die jeweiligen Wäschestücke in die Maschine dürfen, kannst du ganz einfach in den jeweiligen Pflegeetiketten nachlesen. Diese verraten dir, ob die Textilien in die Kochwäsche können oder eine Kaltwäsche zu bevorzugen ist. Vor allem empfindliche Kleidungsstücke dürfen oft nur bei 30 °C in die Waschmaschine. Handtücher und Unterwäsche aus Baumwolle werden hingegen erst bei höheren Waschtemperaturen wieder hygienisch sauber. In der Regel kannst du deine Wäsche wie folgt sortieren:

  • Kaltwäsche:
    Besonders empfindliche Textilien wie Seidenblusen dürfen meist nur kalt gewaschen werden, um die feinen Fasern zu schonen.
  • 30 °C Wäsche:
    Eine relativ niedrige Waschtemperatur benötigen Kleidungsstücke aus Wolle oder Gardinen. Diese werden schon bei 30 °C wieder sauber.
  • 40 °C Wäsche:
    Hemden, Shirts, Kleider und Co. dürfen in der Regel bei 40 °C in die Waschmaschine. Auch Socken oder Hosen kannst du bei dieser Temperatur waschen.
  • 60 °C Wäsche:
    Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche kannst du meist bedenkenlos bei 60 °C in die Waschmaschine geben. Vorsicht ist jedoch bei Slips und BHs mit Spitzenbesatz oder aus empfindlichen Materialien geboten. Diese dürfen oftmals nicht so heiß gewaschen werden. Deshalb solltest du beim Sortieren der Wäsche unbedingt einen Blick auf das Pflegeetikett werfen.
  • 90 °C Wäsche:
    Stark verschmutze Bettwäsche aus Baumwolle oder einige Putzlappen kannst du in die Kochwäsche geben, um diese von Keimen und anderen Verunreinigungen zu befreien.

Nach Farben gruppieren:
Zuletzt gilt es, die Wäsche nach Farben zu trennen, um lästige Verfärbungen zu vermeiden. Insbesondere farbintensive oder dunkle Textilien können abfärben. Aus diesem Grund solltest du nur ähnliche Töne gemeinsam waschen. Sortiere deine Wäsche deshalb nach folgenden Farbgruppen:

  • Hell:
    Vor allem weiße Wäschestücke können besonders schnell verfärben. Deshalb ist es essentiell, diese separat zu waschen. Neben Weiß darf auch Hellblau, Zartrosa oder Hellgrau mit in die Waschmaschine. Teste jedoch im Zweifelsfall zuvor, ob die Textilien färben. Ist das der Fall, solltest du diese nicht mit in die Maschine geben.
  • Bunt hell:
    Auch bunte Wäsche solltest du nochmals sortieren. Farben wie Gelb, Orange oder Rosa kannst du in der Regel bedenkenlos zusammen waschen, ohne böse Überraschungen erwarten zu müssen.
  • Bunt dunkel:
    Außerdem empfiehlt es sich, blaue, grüne und rote Buntwäsche gesondert zu waschen. Diese Farben sind in der Regel besonders intensiv und können andere Wäschestücke schnell verfärben.
  • Dunkel:
    Besonders stark färben auch dunkle Teile in Schwarz, Braun oder Dunkelblau. Deshalb solltest du diese getrennt von anderen Textilien waschen, um einen dunklen Farbschleier zu vermeiden, der durch diese auf helleren Wäschestücken entstehen kann.

Tipp: Oftmals lohnt es sich auch, Wäsche nach Verschmutzungsgrad zu sortieren. Besonders verunreinigte Textilien solltest du vor dem Waschen einweichen und möglichst bei der im Pflegeetikett angegebenen Maximaltemperatur waschen. So werden diese wieder hygienisch sauber.

Mit diesem Trick erleichterst du dir das Sortieren

Was gibt es Lästigeres, als riesige Wäscheberge, bei denen stundenlanges Sortieren angesagt ist? Wer dies vermeiden möchte, der sollte seine Wäsche sofort trennen. Das funktioniert am besten mit speziellen Wäschebehältern. In diesen kannst du die Wäsche direkt sortieren. Verwende am besten gleich mehrere Wäschesammler für Dunkles, Weiß für Helles oder Rot für Buntes und sortiere in diesen deine Wäsche nach System. So musst du dich nicht erst durch deinen Wäscheberg kämpfen, bevor du die Waschmaschine einschalten kannst. Im Gegenteil – du brauchst lediglich die schmutzigen Textilien aus dem Behälter zu nehmen, in die Wäschetrommel legen und schon kannst du die Maschine anschalten. Das spart Zeit und Arbeit im Haushalt.

Fazit

Du möchtest nerviges Einlaufen, unschöne Verfärbungen und ärgerliche Verformungen bei Ihren Textilien verhindern? Dann solltest du deine Wäsche unbedingt sortieren. Am besten direkt in entsprechenden Wäschebehältern – das erspart dir nicht nur böse Überraschungen, sondern auch jede Menge Zeit.