„Reines“ Essen lässt die Pfunde purzeln

Ein neues, gesundes Ernährungskonzept ist derzeit in aller Munde und verspricht nicht nur einen schlanken Körper, sondern auch Wohlbefinden pur: Clean Eating basiert auf natürlichen, unbehandelten Lebensmitteln und gewinnt Tag für Tag mehr Anhänger.

Eines gleich vorweg: Clean Eating ist keine neue Diät, sondern vielmehr ein Lifestyle – eine Lebenseinstellung, um es noch genauer zu nehmen. Dabei sind die Regeln ganz einfach: Die breite Basis bildet der Grundsatz, möglichst frische, unverarbeitete, natürliche – also „reine“ Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Denn, je mehr Veränderungen ein Lebensmittel bis zum Genuss erfahren hat umso schlechter ist es für den Körper. Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker und Co. sind demnach tabu. Klingt nach Verzicht? Mitnichten. Denn erlaubt ist eigentlich alles, solange es natürlich ist. Je kürzer die Zutatenliste, umso besser. Frisches Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Kartoffeln, Vollkornprodukte, am besten selbst zubereitet, sodass man genau weiß, was drin ist. Fast Food, Junk Food und Convenience-Produkte müssen leider draußen bleiben, das versteht sich von selbst.

Ein paar schlichte Verhaltensmaßnahmen ergänzen das Programm und schon kann es losgehen. Die wichtigsten sind: Frühstücken, sechs kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen und bei jeder Mahlzeit komplexe Kohlehydrate mit wertvollem Eiweiß zu mischen.

Clean Eating wurde erst vor wenigen Jahren durch die amerikanische Autorin Tosca Reno, vormals einigermaßen übergewichtig, entdeckt und bekannt gemacht. Innerhalb kürzester Zeit entstand ein regelrechter Hype um diese neue Ernährungsform. Dabei ist die Grundidee dahinter weder neu noch revolutionär. Eine gesunde, frische und ausgewogene Mischkost galt seit jeher als optimal für den Körper. Ungewohnt für moderne Maßstäbe ist hingegen der völlige Verzicht auf verarbeitetes, denaturiertes und modifiziertes Essen voller Zusätze. Allein dieser Ansatz verdient einen genaueren Blick, denn seien wir ehrlich: wir alle haben uns viel zu sehr an die zahlreichen Industrieprodukte gewöhnt, als dass sie uns stets auf Anhieb auffallen würden.

Wer sich an die Prinzipien des Clean Eating hält, wird ausreichend belohnt, heißt es. Mit mehr Energie etwa, sowohl im Alltag als auch bei sportlichen Aktivitäten, einem strahlenden Erscheinungsbild, einem angeregten Stoffwechsel und einer besseren Verdauung sowie einem gestärktes Immunsystem. Gewichtsverlust, ein gesunder, schlanker Körper seien die logischen Konsequenzen daraus. Durch hochwertige Nahrung sei eine optimale Versorgung der Zellen gewährleistet, sodass das Gehirn angenehme Sattheit signalisiert. Jede Menge Argumente, die dafür zu sprechen scheinen.

Ein schärferer Blick und Verständnis für die Qualität von Lebensmitteln und ein Grundbedürfnis, dem Körper gute, gesunde Nahrung zuzuführen wären alleine schon Wert, sich darauf einzulassen.

Die wichtigsten Clean-Eating-Regeln auf einen Blick:

  • Frühstücken!
  • Insgesamt 6 kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt
  • Bei jeder Mahlzeit komplexe Kohlehydrate mit Eiweiß kombinieren
  • Gesunde statt „böser“ (= gesättigter) Fette
  • Ausreichend Wasser trinken (tgl. 2-3 Liter)
  • Viel frisches Obst und Gemüse
  • Auf Portionsgrößen achten
  • Mahlzeiten selbst zubereiten
  • Vermeiden bzw. ganz weglassen:
  • Fertiggerichte, Fast Food, Junk Food
  • Konservierungsstoffe
  • Künstliche Süßstoffe wie Aspartam (Kaugummi, Softdrinks, etc.)
  • Produkte mit Weißmehl und Zucker
  • Hochkalorische Lebensmittel ohne Nährstoffe
  • Alkohol reduzieren

Weiterführende Links:

www.focus.de
www.fitforfun.de
www.brigitte.de
www.projekt-gesund-leben.de
www.toscareno.com