Erdbeersaison: Auftritt der verführerischen Früchtchen

Wann ist eigentlich Erdbeerzeit und wie solltest du frische Erdbeeren am besten verarbeiten? Ist es klug, Erdbeeren im Kühlschrank zu lagern und wie gelingt es, zuckersüße Erdbeeren länger haltbar zu machen? Viele Fragen, die jedes Jahr zu Beginn der Erdbeerzeit in den Köpfen vieler auftauchen. Wenn Erdbeeren deine Lieblingsfrüchte sind, möchtest du vielleicht auch nur wissen, wann endlich die Saison beginnt. Wenn du magst, dann stöbere hier in Leifheits Ratgeber, um vielleicht noch das eine oder andere Wissensdefizit auszumerzen. Oder lies einfach unsere Tipps nach und lerne Erdbeeren richtig zu verarbeiten – wir haben einige Ideen zu bieten!

Die Erdbeere hat‘s in sich: Geschichten rund um die süßen Nüsse

Wahrscheinlich hast du es bereits irgendwo in einem Koch- oder Backratgeber lesen können: Erdbeeren sind eigentlich keine Beerenfrüchte, sondern gehören zur Familie der Sammelnussfrüchte. Bei all den winzig kleinen grünen Körnern, die sich tief im Fruchtfleisch der roten Scheinfrucht verstecken, handelt es sich um besagte Nüsse. Doch im Grunde ist das nicht wichtig. Dir wie uns schmecken sonnengereifte rote Erdbeeren jedes Jahr aufs Neue und was sie sonst noch für uns tun, erfährst du in der folgenden Übersicht.

Erdbeeren sind echte Multitalente und schützen deine Gesundheit

Die Königin der Früchte gibt es vor allem im Frühsommer von Mai bis Ende Juli. Jeder liebt ihren vollmundigen Geschmack, doch wusstest du eigentlich, wie gesund sie ist? Folgende Talente von Erdbeeren kommen auch deiner Gesundheit zugute:

  • Erdbeeren beugen Herz- und Kreislauferkrankungen vor.
  • Sie halten dich im Alter geistig fit.
  • Erdbeeren versorgen dich mit Folsäure und mit Vitamin C.
  • Ihre Antioxidantien schützen deine Zellen und dein Immunsystem.
  • Mit null Gramm Fett sind Erdbeeren auch noch kalorienarm.

Tipp: Nicht jeder verträgt Erdbeeren. Manche Zeitgenossen reagieren allergisch auf sie. Typische Merkmale sind zum Beispiel Juckreiz im Hals, Pusteln auf der Zunge, geschwollene Lippen, Hautausschläge und Rötungen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einem allergischen Schock kommen.

Erdbeeren – hättest du es gewusst?

Erdbeeren haben eine lange Geschichte. Ihre Urahnen waren angeblich die kleine Scharlach-Erdbeere und die große Chili-Erdbeere, die vor über 200 Jahren in Amerika gekreuzt wurden. Wir hier in Europa züchten die Erdbeeren erst seit Ende des 19. Jahrhunderts. Vorher kannten unsere Vorfahren nur die winzigen zuckersüßen Walderdbeeren. Echte Erdbeerfans verdrücken übrigens pro Erdbeersaison mehrere Kilos dieser Köstlichkeit. Sie rangiert deshalb ganz oben in den Charts der beliebtesten Obstsorten. In Deutschland haben es Züchter von Erdbeeren mit der Zeit sogar auf 1.000 verschiedene Sorten gebracht. Es gibt sie mit erstaunlichen Namen wie Mieze Schindler und Polka. Sie unterscheiden sich in Größe, Rotton, Form und natürlich im Aroma. Heimische Erdbeeren sind eindeutig den importierten aus dem Ausland vorzuziehen. Denn in optimaler Reife gepflückt, sind sie ein ganz besonderes Geschmackserlebnis.

Wann beginnt die Erdbeerzeit?

Die Reifezeit von Erdbeeren hängt – wie bei anderen Früchten auch – vom Wetter und von der Sonne ab. In milden Regionen sind die frühen Sorten wie Elvira oder Clery schon Mitte bis Ende Mai erntereif. Erntebeginn für Erdbeeren ist in den meisten Anbauregionen der Juni. Ende Juli neigt sich die Erdbeersaison ihrem Ende zu. Ausnahmen bestätigen die Regel: Wusstest du, dass es sogar zweimal tragende Sorten gibt? Sie entwickeln Ende Juli noch einmal Früchte und können bis zum Herbst gepflückt werden. Wenn du magst, kannst du auch sogenannte Monatserdbeeren anbauen, damit lässt sich die Erdbeersaison bis zum ersten Frost ausweiten. Die bekannteste Sorte dafür heißt Rügen, sie eignet sich sehr gut für deinen Balkon.

Erdbeeren richtig aufbewahren

Frische Erdbeeren sind empfindlich, das hast du sicher schon bemerkt. Sie müssen deshalb sorgsam transportiert werden, außerdem mögen sie Kälte. Wenn du Erdbeeren nicht sofort verarbeiten kannst, sollten die frisch geernteten Früchte im Idealfall innerhalb von zwei Stunden auf eine Temperatur von zwei Grad Celsius heruntergekühlt werden. Diese Art der Lagerung verlängert die Haltbarkeit von Erdbeeren. Jede weitere Stunde, die deine Erdbeeren ohne Kühlung verbringen, reduziert zudem ihr Aroma und es entstehen unansehnliche Druckstellen im Fruchtfleisch. Am besten genießt du reife Erdbeeren also sofort. Wenn das nicht möglich ist, solltest du deine Erdbeeren aufbewahren, indem du sie auf einer flachen Platte verteilst und kühlst.


Tipp: Achte vor Aufbewahrung von Erdbeeren auf Druckstellen oder Schimmelflecken und sortiere solche Beeren sofort aus. Keinesfalls solltest du angeschimmelte Erdbeeren noch essen.


Erdbeeren – wie lassen sie sich haltbar machen?

Entgegen vieler Meinungen lassen sich Erdbeeren gut einfrieren. Allerdings werden sie nach dem Auftauen sehr weich. Als Kuchenbelag kannst du sie dann nicht mehr weiterverwenden, doch als Quarkspeise, selbstgemachtes Erdbeereis oder auch Erdbeershake eignen sie sich dennoch. Wenn du deine Erdbeerernte einfrieren möchtest, solltest du die geputzten, makellosen Früchte stets vorsichtig trocknen, auf einem Tablett verteilen und vorfrieren. Sie sollten nicht aneinanderkleben, damit du sie später portionsweise entnehmen kannst, um sie mithilfe von Vakuumbeuteln oder Vakuumdosen endgültig einzufrieren.


Tipp: Du liebst Erdbeeren und suchst Rezepte, um ihre Haltbarkeit zu verlängern? Dann putze sie und koche aus ihnen einfach eine leckere Erdbeerkonfitüre. Eingekocht und eingefüllt in hübsche Einmachgläser sind Erdbeeren immer ein beliebtes Mitbringsel, das jeder Gastgeber zu schätzen weiß.


Erdbeeren – die kleine Mimosen

Erdbeeren enthalten sehr viel Wasser und im Umgang mit ihnen ist Fingerspitzengefühl angesagt. Harte Wasserstrahlen bekommen ihnen ebenso wenig wie ein langes Wasserbad. Beides macht sie wässrig und matschig und verdirbt ihren Geschmack. Wenn du sie nach der Ernte im Garten von Sand und Erde befreien möchtest, solltest du sie vorsichtig in eine Schüssel mit frischem Wasser legen. Anschließend bewegst du die Erdbeeren behutsam hin und her, hebst sie in ein Sieb und legst sie zum Abtropfen schließlich auf Küchenpapier. Erst danach entfernst du ihre grünen Blätter bzw. den Stielansatz.

Erdbeeren: Lieblingsrezepte zum Ausprobieren

Aus Erdbeeren kannst du unglaublich vieles zaubern: Obstkuchenbeläge, Eis, Quarkdesserts, Smoothies, Obstsalat und natürlich Erdbeermarmelade. Rezepte gibt es online und in unzähligen Back- und Kochbüchern. Vergiss jedoch nicht, dass Erdbeeren sich auch sehr gut an der Seite herzhafter Speisen machen. Ihre Süße unterstreicht die Schärfe von Chili oder Pfeffer. Sterneköche wissen das und experimentieren gerne mit Erdbeeren als überraschende Begleiter zu aromastarken Gerichten. Im Folgenden findest du einen süßen Kuchenklassiker zum Ausprobieren. Vielleicht inspiriert er dich während der Erdbeersaison Neues auszuprobieren.

Zitronentarte mit Erdbeeren

Süßes und Säuerliches ergeben zusammen einen himmlischen Geschmack. Als Grundlage einer Zitronentarte mit Erdbeeren dient ein Mürbeteig, der von einer fruchtigen Zitronencreme bedeckt ist. Das i-Tüpfelchen sind halbierte, erntefrische Erdbeeren als Topping obenauf. Wetten, dass du begeistert bist!

Zutaten für den Teig:

  • 100 g Butter (kalt)
  • 200 g Mehl
  • 60 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • Fett für die Tarte-Form sowie getrocknete Hülsenfrüchte zum Vorbacken

Zitronencreme:

  • 6 Biozitronen
  • 200 g Zucker
  • 1 Päck. Vanillezucker
  • 45 g Butter
  • 40 g Speisestärke
  • 3 Eigelb

Belag:

  • 250 g Erdbeeren, gewaschen und geputzt

Zubereitung Teig:

  • Die Butter in zerteilen und mit Mehl, Zucker, Eigelb und Salz schnell zu einem glatten Teig verkneten. Vorab am besten mit den Knethaken des Rührgeräts arbeiten, dann mit den Händen weiter kneten. Teig abgedeckt circa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Nun den Backofen auf 180 °C vorheizen, Umluft bei 160 °C
  • Den Teig zwischen Folie dünn ausrollen und eine gefettete Tarte-Form (24 cm Durchmesser) damit auslegen. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier bedecken und die Hülsenfrüchte darauf verteilen.
  • Im vorgeheizten Ofen auf der unteren Schiene 18 bis 20 Minuten vorbacken. Danach die Hülsenfrüchte und das Papier entfernen. Jetzt wird der Teig nochmals 12 bis 15 Minuten gebacken. Wenn er zart gebräunt ist, nimmst du ihn aus dem Ofen und lässt ihn abkühlen.

Zubereitung Zitronencreme:

  • Zitronen auspressen, am besten mit der Zitruspresse ComfortLine und den Saft mit Wasser auf insgesamt 400 ml auffüllen. Das Zitronenwasser mit dem Zucker, Vanillezucker und Butter in einem Topf langsam unter Rühren aufkochen. Stärke und 2 bis 3 EL kaltes Wasser verrühren und in die kochende Zitronenmasse einrühren. Bei kleiner Hitze knapp 2 Minuten köcheln lassen.
  • Nun Eigelbe und 3 EL der Zitronencreme verrühren und dann schnell unter die restliche Creme geben. Die Creme sollte jetzt nicht mehr kochen. Anschließend kannst du die Zitronencreme gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen. Jetzt abkühlen lassen, bis die Creme fest wird.

Zubereitung Belag:

Die frischen Erdbeeren putzen, trocknen und halbieren. Jetzt die Zitronentarte damit auslegen. Lass es dir schmecken!