Boden wischen im Winter leicht gemacht: Fußbodenschutz bei Streusalz, Schneematsch und Co.

Mit Beginn der kalten Jahreszeit heißen wir Schnee und Eis herzlich willkommen. Jedoch ungern in den eigenen vier Wänden. Denn was draußen für viel Spaß und Freude sorgt, ist drinnen ein lästiger Begleiter. Salzflecken oder Verunreinigungen durch Schneematsch bilden da keine Ausnahme. Leider lässt sich das in den Wintermonaten kaum vermeiden. Denn Schneematsch sammelt sich unter den Schuhen und gelangt beim Betreten in deine Wohnung. Aber gibt es keine Möglichkeit, Verschmutzungen auf dem Fußboden im Eingangsbereich zu verhindern oder wenigstens zu minimieren? Doch, die gibt es! Welche Maßnahmen du zum Fußbodenschutz ergreifen und mit welchen Pflegemitteln du Parkett, Laminat oder Fliesen reinigen und vom Streusalz freiwischen kannst, verraten wir dir hier.

Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Das gilt auch beim Putzen und insbesondere bei der Fußbodenpflege. Je weniger Dreck ins Haus getragen wird, desto weniger Arbeit hast du beim Boden wischen – vor allem im Herbst und Winter. Viele stellen ihre nassen Schuhe und Stiefel zum Trocken auf die normale Fußmatte vor oder hinter der Haustür. Allerdings wird die Feuchtigkeit so zwischen der Schuhsohle und dem Stoff der Matte eingeschlossen und kann nur schwer entweichen. Besser du setzt auf eine spezielle Schmutzfangmatte mit Rahmengestell. Dieses besteht aus Holz oder Aluminium und bildet zusammen mit schmalen Nylonbürsten eine offene Konstruktion. So kann Wasser problemlos abtropfen und die Schuhe trocknen dank der Luftzirkulation besonders schnell.

Tipp: Für den Fußbodenschutz in den Wintermonaten musst du dir nicht unbedingt eine solche Matte kaufen. Tatsächlich tun es auch große, leere Eierkartons. Wenn du deine Schuhe nach einem ausgedehnten Schneespaziergang darauf deponierst, vermeidest du nicht nur Staunässe, sondern das Schmutzwasser wird auch noch prima von der Eierpappe aufgefangen. Hat der Karton schließlich ausgedient, kannst du ihn problemlos im normalen Papiermüll entsorgen.

Fußboden reinigen im Winter – so wird’s richtig gemacht

Oft beginnt das Dilemma schon im Hausflur: Rutschige Eingangsbereiche und nasse Treppenstufen. Gepaart mit jeder Menge Staub und Schmutz bietet der Fußboden dann schnell einen unschönen Anblick. Und ausgerechnet jetzt bist du laut Hausordnung natürlich mal wieder an der Reihe mit Putzen. Da kommt Freude auf – wohl eher nicht! Damit du nicht direkt auf der Schwelle kehrt machst und den Schmutz Schmutz sein lässt, haben wir dir im Folgenden einige Putztipps zusammengestellt. Diese helfen dir dabei, dass das Boden wischen nicht zum nervenaufreibenden Staatsakt wird. Egal ob auf dem Gemeinschaftsflur oder in deiner Wohnung.

Treppenhaus

Professionelle Reinigungsfachkräfte wissen es bereits: Schnee draußen bedeutet unweigerlich mehr Arbeit drinnen. Denn Rückstände vom Streusalz sowie kleine Kieselsteinchen fressen mit der Zeit kleine Löcher in den Boden und rauen die Oberfläche auf. Im Rahmen des Fußbodenschutzes kann der Boden zur Prävention bereits im Herbst mit einer Wachsschicht gepflegt werden. Allerdings ist das ziemlich teuer und das Wachs bietet lediglich gegen Steine Schutz, nicht aber gegen Salzränder. Am besten verwendest du lauwarmes Wasser zum Nasswischen mit dem Wischmopp, da dieses besonders effektiv gegen Streusalzreste am Boden wirkt. Idealerweise solltest du den Wischeimer beim Putzen mehrmals neu befüllen. Ansonsten verteilst du das salzige Wasser nämlich beim Wischen überall im Treppenhaus oder Hausflur. Wichtig ist es auch, die Ecken von grobem Schmutz zu befreien, der sich dort angesammelt hat.

Wohnung

Hast du es durchs rutschige Treppenhaus geschafft, geht es in den eigenen vier Wänden fröhlich weiter: Auch dort sind Schnee, Matsch und Eis im Winter häufig zu Gast. Und der Boden im Eingangsbereich wird zu jeder Jahreszeit – aber ganz besonders im Winter – stark beansprucht. Je nachdem, welcher Boden in deiner Diele auslegt ist, kommen unterschiedliche Maßnahmen zum Fußbodenschutz bzw. beim Boden wischen und reinigen in Frage.

  • Teppich: Wenn du zu denjenigen gehörst, die im Flur einen Teppichboden oder großen Läufer liegen haben, aufgepasst! Gerade bei Verschmutzungen wie Salzflecken hat sich eine Mischung aus Essig und Wasser bewährt. Am besten mischst du beides 1:1 und trägst es mit einer Sprühflasche auf. Anschließend kannst du mit einem sauberen Lappen den Teppich abtrocknen. Alternativ verwendest du einfach Zitronensäure statt Essig. Beim Reinigen von Teppichböden gilt übrigens immer: Nur tupfen, nicht reiben!
  • Fliesen: Was Nässe angeht, so sind Fliesen wesentlich unempfindlicher als Parkett oder Teppich. Doch auch hier sind Salzflecken nicht sonderlich schön anzusehen. Zudem können Steinchen aus den Rückständen des Streusalzes den Boden verkratzen. Für den groben Schmutz nimmst du zuerst am besten einen Staubsauger zur Hand. Beim Boden wischen kannst du anschließend einen Schuss Weichspüler mit ins Wischwasser geben. Gegen einen Grauschleier aus Kalk hilft ebenfalls Essig. Die Fugen lassen sich mit Schlämmkreide gut abreiben. Da Fliesenboden ebenfalls eine hohe Hitzebeständigkeit aufweist, kannst du selbstverständlich auch zum professionellen Dampfreiniger greifen. Bei der Reinigung von Marmorböden solltest du darauf achten, nur ph-neutrale Pflegemittel zu benutzen.
  • PVC: Relativ einfach zu reinigen sind Böden mit PVC-Oberfläche. Dafür sorgt eine gewachste Schutzversiegelung, die Strapazierfähigkeit und Pflegeleichtigkeit garantiert. Dennoch solltest du auf chemische und aggressive Produkte verzichten. Oftmals reicht einfaches Wasser beim Wischen des Bodens – kombiniert mit Apfelessig, Spülmittel oder Backpulver lassen sich Streusalzflecken effektiv bekämpfen. Tägliches Kehren und Fegen unterstützt den Fußbodenschutz, da jeglicher Grobschmutz sich beim Darüberlaufen wie Schmirgelpapier auf PVC-Böden auswirkt.
  • Laminat: Zu viel Feuchtigkeit mögen Böden aus Laminat überhaupt nicht. Deshalb ist hier immer nebelfeuchtes Wischen angesagt – auch bei Schneematsch und Streusalz auf dem Boden. Dieses solltest du daher so bald wie möglich entfernen, um große Wasserlachen zu vermeiden. Für die Reinigung benutzt du ein fusselfreies Tuch und einen handelsüblichen Glasreiniger. Danach reibst du die geputzten Stellen noch trocken. Fertig!
  • Parkett: Grundsätzlich sind Holzböden regelmäßig von Staub und Schmutz zu befreien. So verhinderst du, dass Versiegelungen oder Lackierungen aufrauen. Zudem gilt auch hier: Nebelfeucht wischen! Zunächst mit Wasser, anschließend verwendest du einen speziellen Holzbodenreiniger. Bei geölten Holzböden kannst du mit einer extra Holzbodenseife nachhelfen. So erstrahlt dein Parket wieder in vollem Glanz!

Mit diesen Tipps rund um das Thema Fußbodenschutz und richtiges Boden wischen, bist du nun bestens vorbereitet auf Schneematsch, Streusalz und Eis. Da kann der Winter kommen