Sonnencremeflecken entfernen: So gelingt es

Wie ärgerlich! Für ein paar Stunden war dein neues T-Shirt blütenweiß. Jetzt, nach dem Strandbesuch, lassen Sonnencremeflecken das Lieblingsstück unansehnlich wirken. Sonnencremeflecken auf hellen oder weißen Textilien zu entfernen, scheint häufig unmöglich. Auch nach dem Waschen in der Maschine bleiben sie sichtbar. Im Gegenteil: Heiße Waschtemperaturen und Waschmittel mit Bleichstoffen verstärken sie oft noch oder verfärben sie gelb. Wenn du wissen möchtest, was der Grund für diese hartnäckigen Flecken ist und was du dagegen tun kannst, dann schmökere im Ratgeberwissen von Leifheit. Hier erfährst du außerdem, wie sich ein hässlicher Sonnencreme-Fleck in den meisten Fällen wieder entfernen lässt.

Übeltäter Sonnencreme: Immer wieder Flecken auf der Kleidung

Es ist in jeder Saison eine Herausforderung: Einerseits machen aggressive UVA- und UVB-Strahlen einen guten Sonnenschutz notwendig, um Hautkrebs zu vermeiden, andererseits setzen die meisten Sonnencremes unseren Textilien zu und verursachen hässliche Flecken. Was also tun? Du kennst das Problem sicher auch: du cremst dich vorsichtig ein, trotzdem kommt dein Oberteil, Kleid oder weiße Hose mit dem einen oder anderen Sonnencremerest in Kontakt, der noch an deinen Händen oder Körperteil klebt. Gelbe Sonnencremeflecken oder unansehnliche vergilbte Ränder an Blusenärmeln sind die Folge und lassen sich auch bei 60 °Cn der Waschmaschine nicht herauswaschen.


Tipp: Du fragst dich, woran das liegt? Sonnencremeflecken gehören laut Experten tatsächlich zu den hartnäckigsten Flecken überhaupt. Selbst auf Lacken hinterlässt Sonnencreme Flecken und Materialien wie Kunststoff oder Leder reagieren ebenfalls mit Flecken und Schlieren, wenn sie mit Sonnencreme in Berührung kommen.


Sonnencremeflecken und wie sie entstehen

Textiltechniker haben herausgefunden, dass physikalische sowie chemische UVA-Filter in Sonnencremes die Übeltäter sind. Aufgrund ihrer Zusammensetzung übertragen sie ihre gelbliche Eigenfärbung auf Textilien, die mit ihnen in Berührung kommen. Je nach Stoffqualität lassen sich diese Flecken hinterher nur schwer behandeln bzw. entfernen. Dazu kommt: Je höher der Lichtschutzfaktor der verwendeten Sonnencreme ist und je länger die Flecken auf der Kleidung bleiben, desto komplizierter ist es, die Verunreinigung wieder herauszuwaschen. Da nützt es leider auch nichts, Kleidungsstücke nach dem Waschen auf Wäschespinnen und Co. zu hängen, um sie in der Sonne zu bleichen.


Tipp: Am besten ist es, du vermeidest von vornherein, dass dein Kleidungsstück mit Sonnencreme in Berührung kommt. Zieh dein Lieblingskleid also nicht direkt nach dem Eincremen an. Lass die Sonnencreme gut einwirken und wähle am besten ein Outfit aus Baumwolle. Diese kannst du im Zweifelsfall etwas heißer waschen als zum Beispiel Kunstfasern oder Seide.


Sonnencreme: Wie lassen sich Flecken aus deiner Kleidung auswaschen?

Wenn es trotzdem passiert ist, kannst du mit folgenden Tricks bzw. Hausmitteln gegen Sonnencremeflecken antreten und ausprobieren, ob sie auch weiße Kleidung retten:

  • Spülmittel: Frische Tropfen deiner Sonnenmilch saugst du am besten schnell mit einem trockenen Küchentuch auf. Vermeide es dabei zu reiben. Anschließend träufelst du einige Tropfen Spülmittel auf den Sonnencremefleck und reibst sie sorgfältig in die Textilfasern ein. Spülmittel löst prinzipiell Fett und Öl sehr gut, wenn du dein Kleidungsstück hinterher wäschst, hast du gute Chancen, dass der Sonnencremefleck erfolgreich entfernt ist. Wenn du kein Spülmittel zur Hand hast, dann probiere es mit Gallseife.
  • Backpulver oder Natron: Willst du Sonnencreme-Flecken bleichen, dann kommt auch Backpulver infrage. Frische Sonnencreme-Flecken lassen sich entfernen, wenn du zum Beispiel deine weiße Kleidung anfeuchtest und ein Päckchen Backpulver darauf verteilst. Lass es mindestens eine halbe Stunde auf dem Fleck einwirken und wasche das Kleidungsstück hinterher so heiß wie es die Pflegehinweise zulassen.
  • Fleckenspray: Wenn du es eilig hast, probiere einfach ein Fleckenspray aus. Sauge die Reste der Sonnencreme, so weit möglich, mit Küchenkrepp auf, sprühe den Fleck sorgsam ein und wasche die Textilien so heiß, wie sie es vertragen. Es gibt sogar Fleckmittel, die speziell als fett- und öllöslich konzipiert sind. Informiere dich in deinem Drogeriemarkt.
  • Essig oder Zitronensäure: Unsere Großmütter schwören auf Essigwasser oder Zitronensäure, wenn es um fettige Flecken auf Kleidungsstücken geht. Setze z. B. ein Essigbad mit Wasser im Verhältnis 1:5 an und weiche dein T-Shirt mindestens eine Stunde darin ein. Anschließend kannst du es ganz normal waschen. Wenn du Glück hast, ist der Sonnencremefleck hinterher verschwunden.
  • Ausbügeln: Sonnencremeflecken enthalten Fett und Öl, deshalb kannst du versuchen, mithilfe eines Löschpapiers oder Küchenkrepps den Fettfleck heraus zu bügeln. Nutze dazu Bügelhilfen, wie zum Beispiel Bügelbretter, und bügle so lange, bis vom Löschpapier kein Fett mehr aufgesaugt wird. Danach wäschst du dein Kleidungsstück wie gewohnt.

Fazit: Sonnencremeflecken vermeiden ist besser als entfernen

Egal, welches Haus- oder Hilfsmittel du im Kampf gegen Sonnencreme favorisierst. Um Flecken aus Kleidung zu lösen, gibt es zwei feste Regeln: Frische Flecken wäschst du sofort mit Spülmittel aus. Ältere Flecken weichst du für ein bis zwei Stunden ein. Reibe dabei Gallseife, Spülmittel und Co. vorsichtig in den Stoff ein. Vorsichtiges Rubbeln löst das Fett und die Ölbestandteile aus der textilen Faser noch besser. Zum Waschen in der Maschine solltest du anschließend Flüssigwaschmittel verwenden und eher niedrige Waschtemperaturen wählen. Waschmittel in Pulverform und hohe Temperaturen verstärken nämlich die Sonnencremeflecken oft noch.


Tipp: Am besten ist es, du vermeidest es, weiße Kleidung zu tragen, wenn du dich vorher mit Sonnencreme eingeschmiert hast. Helle oder weiße Stoffe sind empfindlich. Fett dunkelt darauf oft nach und fällt dadurch noch mehr auf. Alternativ kannst du dich für fettfreie Sonnencreme entscheiden. So schützt du Textilien und auch deinen Autositz aus Leder. Darüber hinaus gibt es sogenannte mineralische Sonnencremes. Sie verzichten auf Chemie und sind zudem frei von Nanopartikeln, was auch für deine Haut gesünder ist.