Die Kunst der kreativen Pause

Kaum eine Woche vergeht, in der wir nicht hören oder lesen, dass Menschen unter den extremen Folgen eines Burn-Out-Syndroms leiden, dem Stress nicht mehr gewachsen sind oder einfach die Nase voll vom Alltag haben. Der Weg dorthin ist meist lang und mit Dornen gepflastert. Rechtzeitiges Erkennen der mahnenden Vorzeichen hilft, beizeiten die Notbremse zu ziehen und wieder Kraft zu schöpfen.

Wir haben uns daran gewöhnt, rund um die Uhr erreichbar zu sein und selbst die Freizeit gehört nicht mehr uns allein. Terminkalender für Job, Sport, Kinder, Familienaktivitäten lassen keinen Spielraum mehr. Immer mehr Aktivitäten müssen in immer weniger Zeit Platz haben. Selbst in die wenigen Wochen Urlaub im Jahr wird zu viel hineingepackt: zu hohe Erwartungen, zu viele Pläne. Die scheinbare Erholung hält danach nicht lange an. Der tägliche Leistungsdruck im Arbeitsalltag nimmt immer mehr Menschen die Luft zum Atmen.

Um hier bewusst dagegen zu steuern, müssen wir wieder lernen, Pausen einzulegen. Sinnvolle Pausen, die kreativ und still sein dürfen, ein Gegenentwurf zum enervierenden Alltag. Allein die Erkenntnis, was uns stresst und wie wir mit Stress umgehen, ist ein wichtiger erster Schritt. Es gilt, innezuhalten und das Befinden zu erspüren. Wenn wir wissen, wie es uns tatsächlich geht, werden wir auch wieder wissen, was uns fehlt und was uns Freude macht. Das ist etwas sehr Individuelles und für jeden anders.

Es geht um die kleinen Auszeiten im täglichen Ablauf, die wir als festen Bestandteil unseres Lebens integrieren müssen. Zeiten zum Durchatmen, ein innerer Tapetenwechsel, der die Dinge wieder ins richtige Verhältnis setzt. Ein Schritt zur Seite, um die bessere Perspektive zu erhalten. Der gesunde Wechsel von Aktivität und Passivität bringt die Dynamik zurück ins Leben und damit die Freude am Tun. Planen Sie Zeit für sich ein. 20 Minuten für die tägliche Entspannung, zweimal pro Woche eine Stunde Sport – oder was immer für Sie stimmig ist. Der Spaziergang durch den Park oder die aktive Spielstunde mit den Kindern, das gemeinsame Kochen mit Freunden oder der Yoga-Kurs. Gönnen Sie sich eine Massage oder ein gutes Buch, tun Sie einfach mal nichts. Ziehen Sie sich aktiv heraus aus dem Rad der immerwährenden Erreichbarkeit. Schalten Sie Ihr Handy aus und atmen Sie durch. Und das Wichtigste: bleiben Sie in diesem Moment ganz bei sich, ohne an das zu denken, was danach kommt. Wenn Sie Ihre Pause mit allen Sinnen genießen, um anschließend wieder bewusst an Ihre Aufgaben zu gehen, werden Sie mit neuer Energie belohnt. Frei nach einer alten chinesischen Lebensweisheit: „Wenn Du es eilig hast, gehe langsam!“

Weiterführende Links:

www.internisten-im-netz.de/de_news_6_0_649_t-gliche-auszeiten-verbessern-erholung-im-alltag-und-im-urlaub.html
www.wellness-blog.de/urlaub-deutschland.php/mosel/aktuell/erholung-auch-im-alltag-umsetzen/