Floating – Die Regenerierung im Schwebezustand

Ein Bad im Floating-Tank kann tiefgreifend sowohl Abgespanntheit als auch Stress entgegenwirken und zusätzlich auch Beschwerden lindern. Auf jeden Fall ist es eine bewusstseinserweiternde Wellness-Erfahrung der besonderen Art für ein besseres Lebensgefühl.

Floating ist zwar nicht neu, mittlerweile aber eindeutig etwas Besonderes. In den 50 er Jahren entwickelte der amerikanische Neurophysiologe John Lilly einen Spezial-Tank, um im Auftrag der Regierung die Reaktion des Gehirns auf völligen Reizentzug zu erforschen. Anfänglich noch als Kuriosum empfunden, konnte er über mehrere Jahrzehnte, die außerordentlich wohltuenden und mittlerweile auch weltweit wissenschaftlich nachgewiesenen positiven Auswirkungen der Isolation auf den menschlichen Organismus nachweisen.

Ein geschlossener Floating-Tank mutet seltsam an, hat er doch eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Ufo oder einem Riesen-Ei. Doch in der Anwendung wirkt dieses Cocoon-Objekt so entspannend wie kaum ein anderes Wellness-Programm. Im Tank befindet sich hochkonzentrierte Sole, die den im Wasser liegenden Körper wie einen Korken trägt. Ein Gefühl, das völlige Schwerelosigkeit vermittelt. Das Salzwasser lässt die Haut nicht aufquellen, sondern hält sie weich und geschmeidig. In der wohltuenden Einsamkeit der verschlossenen Kapsel werden alle Reize und Stimulationen der Umwelt ausgeschaltet, das Bewusstsein so von allen Sinneswahrnehmungen isoliert. Körper und Geist – von allen Lasten befreit – machen sich auf den Weg zur völligen Ruhe.

Mühelos in die Tiefen-Entspannung
Damit beginnt die faszinierende Wirkung: Durch die Wasser- und Lufttemperatur, die mit wohligen 34,8° der unserer Außenhaut entspricht, gibt es empfindungsmäßig kein Kalt und Warm mehr. Die Gefühlsgrenze verschwindet nach außen. Der Körper braucht zum Temperaturausgleich keine Energie mehr aufzuwenden. Das Schweben ohne Liegedruckpunkte im Wasser entspannt alle Muskeln gleichzeitig, Knochen und Organe werden entlastet, das Zeitgefühl verschwindet, die Menge der Stresshormone und der Blutdruck sinken. In dieser absoluten meditativen Ruhe treibend äußert sich das Unterbewusstsein auf verschiedenste Weise: Abläufe von Traumsequenzen, Empfindungen von Farben, Lichtern und Geräuschen, Bilder die vorbeigleiten – all das ist möglich. Es ist genau dieser veränderte Bewusstseinszustand, der zum Abschalten und zur absoluten, wohltuenden Tiefen-Entspannung führt.

Die förderlichen und lindernden Wirkungen auf den Organismus führten nach jahrelanger Forschung auch dazu, dass Floating mittlerweile auch in Kliniken und Praxen als unterstützende Behandlung in der Rekonvaleszenz, zur Schmerzlinderung, bei orthopädischen Beschwerden oder gegen Depressionen eingesetzt wird.

Laut Floating-Forschung sei kein einziger negativer Effekt bekannt. Eine schwedische Psychologin erklärte sogar, Floating hätte in kurzer Zeit einen ähnlich bewusstseinserweiternden Effekt wie jahrelange Meditationspraxis.

Weiterführende Links:

www.spiegel.de
www.fitforfun.de
www.float.de
www.mydays.de