Welcher Entspannungstyp bist du?

Wellness-Tag im SPA oder Waldlauf? Personal Training oder die Stille über einem Buch? Aktiv oder lieber passiv? Was für den einen die absolute Erholung ist, kann für den anderen genau das Gegenteil bedeuten. Die richtige Entspannungsmethode ist eindeutig eine Frage des Typs.

Stress abbauen und die Akkus wieder laden – in Zeiten von Anspannung und Hektik sind die Wünsche bei allen relativ ähnlich. Wie wir allerdings in diesen ersehnten Zustand der Entspanntheit gelangen, ist wiederum eine höchst individuelle Angelegenheit und durchaus ernst zu nehmen. Wer für sich die falsche Strategie wählt, kann nämlich im schlimmsten Fall sogar das Gegenteil erreichen.

Dabei ist es im Prinzip ganz einfach, geht es bei Entspannung doch ursächlich um Ausgleich und Harmonisierung der stress-verursachenden Elemente. Menschen, deren Alltag durch Nervosität und Hektik geprägt ist und die ständig auf Vollgas laufen, fühlen sich beispielsweise eher in der Ruhe und Stille wohl. Sie finden ihren Gegenpol, indem sie auf die innere Stimme hören, die Körpersignale beachten und das Tempo drosseln. Mit autogenem Training etwa oder Meditation, einem entspannten Bad oder dem einsamen Spaziergang im Wald kommen Körper und Seele wieder in Balance.

Ganz anders bei jemand, der seine Tage in sich gekehrt und mit Grübeln verbringt, möglicherweise antriebslos und voller Zweifel ist. Hier braucht es Lebendigkeit und Aktivität, um das Gleichgewicht wieder zu finden. Ein Ausflug oder eine Fahrradtour, ein Besuch im Theater oder ein kreativer Malkurs wirken mitunter wie eine seelische Frischzellenkur, die die Lebensgeister wieder weckt.

Wohlbefinden entsteht, wenn die Kräfte ausgewogen sind. Der schwächer repräsentierte Part verlangt nach Ausgleich, will gestärkt werden. Erst dann fühlt sich alles in uns wieder stimmig an und können Energien wieder richtig fließen.

Eine weitere Differenzierung erfolgt über den individuellen Wahrnehmungstypus: visuell, auditiv oder kinästhetisch. Die meisten Menschen vereinen unterschiedliche Anteile der einzelnen Wahrnehmungsvorlieben in sich, von denen die eine oder andere stärker in Erscheinung tritt. Der visuelle Typ etwa, zu dem besonders viele Frauen gehören, reagiert am liebsten auf sichtbare Reize wie Bilder oder Farben. Entspannungstechniken wie Fantasiereisen, geführte Meditationen oder Tagträume können hier zum gedanklichen Abschalten führen.

Auditive Menschen nehmen Worte und Töne am besten wahr, können gut zuhören und finden ihren Ausgleich eher in inneren Selbstgesprächen, autogenem Training oder in der Musik. Viele Männer zählen zu diesem Typus.

Die dritte Wahrnehmungsform ist kinästhetisch und fokussiert auf das Fühlen, auf Berührungen und Bewegung. Solche Menschen brauchen eine gewisse Körperlichkeit, um Stress abzubauen, wie etwa progressive Muskelentspannung, bei der abwechselnd Muskelgruppen angespannt und entspannt werden, aber auch Massagen oder Yoga.

Patentrezepte zur Entspannung gibt es also nicht. Hören Sie hinein in sich, erfühlen Sie Ihre Bedürfnisse und finden Sie Ihren eigenen Weg zu Entspannung und Wohlbefinden heraus.

Weiterführende Links:

www.vital.de
www.focus.de