Herzhaft Einkochen und Einmachen

Es geht wieder ans Eingemachte! Einkochen ist durch aus mehr, als das Konservieren der Ernte im Sommer für den Winter. Einkochen und Einmachen sind schon längst zu einem kulinarischen Trend in den heimischen vier Wänden geworden. Ein regelrechtes Hobby entwickelt sich gar daraus.

Die Vielseitigkeit des Einkochens

Es müssen nicht immer süße Marmeladen oder Konfitüren sein – es gibt auch unzählige köstliche Einmach-Rezepte für Herzhaftes! Neben den Klassikern, die jeder kennt, wie beispielsweise Marmeladen, Konfitüren, Gelees oder Fruchtaufstriche, zeigen wir dir hier die unterschiedlichsten Möglichkeiten zum Einkochen für Gemüse – dazu zählen neben pikanten und würzigen Chutneys, Relishes, saure eingelegt Gurken auch verschiedene Variationen von Soßen und Pestos. Und um die beste Nachricht vorweg zu nehmen – herzhaft einkochen ist super einfach und der Aufwand ist gering. Und vor allem dadurch, dass kein Zucker bei den einzelnen Rezepten verwendet wird, hast du immer eine gesunde Alternative im Schrank mit eingemachtem Gemüse und kannst dir vielseitige gesunde Gerichte zubereiten.

Überschüssiges Gemüse länger haltbar machen

Wer vom Sommer oder vom Herbst Obst bzw. Gemüse im Überfluss hat, hat mehrere Möglichkeiten, um die Lebensmittel länger haltbar zu machen und so zu konservieren – dazu gehören Einkochen, Einmachen oder auch Einfrieren.

Der Vorteil beim Einmachen oder Einkochen ist ein schonendes Verfahren, bei dem die Inhaltsstoffe weitgehend erhalten bleiben und die Haltbarkeit verlängert wird.

Die idealen Gläser zum Einkochen und Einmachen – Überblick über die verschiedenen Arten von Gläsern

Die idealen Gläser zum Einkochen sind unsere Einkochgläser mit 2-teiligem Deckel. Dieser Deckel zieht sich durch das Vakuum leicht nach innen und somit kann hier ganz einfach eine Erfolgskontrolle durchgeführt werden. Nach dem Einkochen kann man somit leicht überprüfen, ob die Lebensmittel sicher eingekocht wurden.

Zum Einmachen eignen sich außerdem auch unsere Drahtbügelgläser mit säurefestem Gummiring im Deckel. Wichtig zu wissen ist hier, dass beim Einmachen von Gemüse mit Essig immer Deckel mit Gummiringen verwendet werden müssen.

Tipp: Rot- und Weißweinessig enthalten circa 6% Säure und eignen sich daher perfekt für die Zubereitung von Pickles und Chutneys. Auch Apfel- oder Reisessig mit einem Säuregehalt von etwa 5% sind ideal anwendbar.

Möglichkeiten fürs herzhafte Einmachen

Chutneys:

Chutneys sind in aller Munde – doch was sind Chutneys eigentlich? Ein Chutney ist eine würzig aromatische Soße aus der indischen Küche und mittlerweile auch in vielen verschiedenen Variationen abwandelbar von süß-sauer bis pikant oder scharf.

Chutneys werden bei niedriger Temperatur im Kochtopf lange gekocht, damit das enthaltene Wasser in Gemüse und Obst verdampft und damit die Konsistenz etwas dicker wird.

Relishes:

Relishes sind aus dem Englischen übersetzt „Würzsoßen“ und sind ähnlich wie Chutneys würzige Soßen bestehend aus Obst und Gemüse. Sie werden allerdings nicht zwingend gekocht und bleiben daher eher meist stückig und werden scharf und säuerlich-süß gewürzt. Jedoch verbirgt sich hinter dem Begriff Relish eine Vielzahl von verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten – beispielsweise klassisch mit Mango und Meerrettich oder Ingwer und Petersilie oder nur mit Gemüse aus Gurke, Senf, Dill, Chili und Zwiebeln.

Relishes können genau wie Chutneys auch wunderbar als würzige Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten beim Grillen verwendet werden, als Brotaufstriche, als Dip oder auch zu Pasta und Gemüse.

Für Relishes eignen sich unsere Einmachgläser mit Twist Off Deckeln sehr gut oder auch unsere zweiteiligen Deckel. Auch hier haben wir ein leckeres Rezept für dich!

Pickles:

Pickles oder auch Mixed Pickles genannt, ist auch eine super Methode, um leckeres Gemüse aus dem Sommer mit seinen vielen leckeren Aromen zu konservieren und möglichst lange haltbar zu machen. Damit man auch an kalten Wintertagen an den Sommer zurückdenken kann – zumindest geschmacklich!

Der Begriff Pickles kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „Eingelegtes“. Pickles, bzw. Mixed Pickles ist eine pikante Beilage, welche aus verschiedenen Arten von Gemüse besteht – dazu zählen alle möglichen Gemüsearten, die sich leicht anbauen lassen, wie zum Beispiel grüne Bohnen, Zwiebeln, Mais, Blumenkohl, Gurken, Möhren, rote Bete oder auch Chilis.

Die Methoden beim Einlegen von Pickles ist super einfach – eine Methode ist das Einlegen in einen sauren Essigsud, die andere Methode wäre das Einlegen in Salzlake, Öl und Alkohol.

Das Gemüse, welches du verwendest, sollte auf jeden Fall frisch und frei von Druckstellen oder braunen Stellen sein. Bohnen sollten beispielsweise kurz gedämpft oder blanchiert werden, da sie nicht roh verzehrt werden können. Du kannst dir dein Gemüse je nach Geschmack mit verschiedenen Gewürzen und Kräutern zubereiten und solltest auf jeden Fall ein normales Salz oder Meersalz verwenden, denn durch die Verwendung von Jodsalz könnte das Gemüse nach einiger Zeit seine Festigkeit verlieren.

Bevor das Gemüse mit den Kräutern und Gewürzen ins Glas kommt, solltest du dir die Gläser vorbereiten, in welche du das Gemüse einlegen möchtest.

Wichtig: Unmittelbar vor dem Einmachen sollten Einmachgläser und Flaschen auf ihre Korrektheit überprüft , und außerdem gründlich gereinigt und sterilisiert werden.

Am besten sterilisierst du die Gläser vorher in einem Kochtopf mit heißem Wasser und lässt sie dort 10-15 Minuten im Wasserbad stehen. Anschließend kannst sie nutzen, um deine Mixed Pickles zu verarbeiten. Hier eignen sich auch unsere Twist-Off-Gläser sehr gut.

Nachdem du das Gemüse in die sterilen Gläser eingelegt hast, kommt der Essigsud bzw. die Salzlake dazu, die unmittelbar nach dem Einlegen über das Gemüse gegossen wird. Damit du das richtige Verhältnis zwischen Essig, Wasser, Salz und Zucker hinbekommst, haben wir ein grobes Grundrezept für den Sud aus Essig zusammengestellt:

  • 250-300 ml Essig
  • 500 ml Wasser
  • 2-3 EL Salz bzw. Meersalz
  • 1 EL Zucker.

Tipp: Prinzipiell kannst du verschiedene Arten von Essig benutzen, jedoch eignen sich Apfelessig, Tafelessig, Reisessig oder auch Weißweinessig besonders gut für Mixed Pickles.

Wichtig ist es auch, den Sud aus Essig, Salz, Zucker und Wasser vor dem Befüllen des Glases kurzzeitig aufzukochen, damit die Aromen der Gewürze besser zur Geltung kommen und das Gemüse dadurch einen intensiveren Geschmack bekommt.

Fermentieren – eine andere Art, Gemüse zu konservieren und haltbar zu machen

Vegan, schmackhaft, gesund und lecker!

Eine andere Art, Gemüse lange haltbar zu machen, ist die Methode des Fermentierens. Doch was ist fermentieren genau und wie wird es gemacht? Kurz gesagt: Fermentieren ist auch eine Form der Konservierungsmethode, um Gemüse haltbar zu machen. Eine Besonderheit des Fermentierens ist, dass das Gemüse nicht gekocht bzw. erhitzt wird und somit alle Nährstoffe erhalten bleiben. Außerdem entstehen durch den Gärungsprozess Milchsäurebakterien, die super für eine gesunde Darmflora und für ein intaktes Immunsystem sind.

Gesundheitliche Vorteile der Fermentation

Fermentation ist eine sehr alte Methode, die bereits verwendet wurde, als es noch keine Kühlung von Lebensmitteln gab. Fermentiertes Gemüse ist neben den gesunden Effekten für den Darm, frei von Zusatzstoffen und bei der Fermentation selbst entstehen zusätzliche Vitamine, wie Vitamin C und Vitamin B12 – letzteres ist besonders für Vegetarier und Veganer äußerst wichtig, da es sonst nur über Fleisch oder andernfalls über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden kann.


Der Vorgang des Fermentierens

Beim Fermentieren werden Lebensmittel mit einer Salzschicht versehen und am besten in einem Glas (hier eignen sich Twist-Off-Gläser ) mit einem Teller abgedeckt aufbewahrt, sodass kein Sauerstoff ins Gefäß kommen kann. Auf den Teller sollte zudem ein zusätzliches Gewicht gelegt werden, damit sich der Teller nicht durch aufsteigende Luftblasen beim Gärprozess anhebt. Dazu dient eine Schale mit Wasser oder einfach eine Tasse mit Steinen. Doch welche Lebensmittel eignen sich zum fermentieren? Prinzipiell kann man viele verschiedene Arten von Gemüse fermentieren – zu den häufigsten Arten zählt Sauerkraut. Doch auch Karotten, Radieschen, Chinakohl (für die Herstellung von Kimchi), Rote Bete oder jede andere Art von Gemüse, die der Garten oder Wochenmarkt hergibt. Zudem gibt es viele Möglichkeiten, um den Geschmack des fermentierten Gemüses zu veredeln:

  • Durch das Ersetzen von Kräutersalz anstatt normalem Salz
  • Durch die Hinzugabe von Gewürzen wie Curry, Kardamom oder Kümmel
  • Durch gehackte frische Kräuter
  • Durch klein geschnittene Zwiebeln oder klein gepressten Knoblauch

Und damit dir nicht langweilig wird und du nicht immer die Klassiker wie Marmelade oder Apfelmus einkochst, wollen wir dir zudem ein paar leckere herzhafte Rezepte zum Einkochen vorstellen.

Let´s go.

Rezepte